71. Grebensteiner Vieh- und Jahrmarkt
13. - 16. Juli 2018

Presse 1986

 Presse 1986 

Juli 1986
Farbenfroh und lebendig
Festumzug begeisterte auch in diesem Jahr
„Farbe braucht der Mensch zum Leben- soll es etwas Freude geben“ war dem gestrigen Festumzug zum 39. Grebensteiner Vieh- und Jahrmarkt als Motto und Aufforderung an die Zuschauer zum Spiel mit ihrer Phantasie vorangestellt. Entsprechend bunt und vielfältig waren dann auch die Ideen, die sämtliche Grebensteiner Vereine und Verbände innerhalb der 33 Gruppen und Wagen präsentierten. Die Zuschauer in der Alt- und Neustadt spendeten wiederholt Applaus für die zum Teil recht ungewöhnlichen Einfälle. Mehr als 3000 Personen waren bei dem Umzug dabei.
Fast eine halbe Stunde dauerte der Vorbeimarsch an jedem Punkt. Von mehreren Spielmannszügen unterstützt, reichten die Motive, die Grebensteinern zum Thema Freude und Farbe eingefallen waren, von Sonnenblumen über grüne Marsmännchen und ein „schreiende Modefarbenschau“ bis zum Schwarz der Schornsteinfeger. Einfallsreichtum bewiesen alle Gruppen gleichermaßen. Ein Regenbogen bildete Anfang und Schluss. Für die Polizei und die Sanitäter verlief der Umzug reibungslos- lediglich im anschließendem Rückreiseverkehr gab es auf der B 83 am Kelzer Teich einen leichten Auffahrunfall.
Noch stimmungsvoller als im Vorjahr, obwohl der Viehmarktausschuss kaum noch an eine mögliche Steigerung glauben mochte, verlief der „Bunte Abend“ am Samstag, bei dem im überfüllten Festzelt „das Volk vor Vergnügen unter den Tischen lag“, wie ein Gast formulierte. Perry und Eve zogen mir ihrer Illusionsschau das Publikum in ihren Bann, Herbert Gebert von der Stadtverwaltung glänzte dabei als Assistent des Zauberers. Beifallsstürme riefen Bürgermeister Georg Kooi und Hildegard Winter hervor, die sich mit Perrys Hilfe als Bauchredner präsentierten. Auch die beiden „Globetrotter“ machten als Instrumental- und Gesangsparodisten ihrem Namen als Spitzenkünstler alle Ehre- sie spielten ihre ungewöhnlichen Instrumente sogar kopfstehend.
Das Platzkonzert fand diesmal am „Blauen Wandstein“ statt, den die Anwohner- dem Motto entsprechend- besonders herausgeputzt hatten. Sogar die Steine waren blau angemalt. (tty)